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Historischer Kirchenbau im Zentrum Bambergs: Ideal für Begegnungsstätte, Galerie oder als exklusiver Showroom!
 

Der historische, denkmalgeschützte Kirchenbau unterhalb des Domberges inmitten der Altstadt der Weltkulturerbestadt Bamberg eignet sich für eine öffentliche Nutzung als Begegnungsstätte, Konzertsaal, Museum oder Galerie. Die entsprechenden Umbauten vorausgesetzt, ist aber auch eine gewerbliche Nutzung als stilvolle, exklusive Verkaufsfläche, für gastronomische Events oder als repräsentative Büro- und Präsentationsräume denkbar.

Die ehemalige Marienkapelle liegt am Pfahlplätzchen, unmittelbar am Anfang der Judenstraße am Fuße des Kaulbergs, dem die Kirche ihre Westfront zukehrt. Ebenso wie der Bamberger Dom, die Obere Pfarre und die ehemalige Chorherrenstiftskirche St. Stephan ist sie nach Ost-Nordost ausgerichtet.

Der historische Sakralbau, der in den Jahren 1460 – 1467 anstelle der ersten jüdischen Synagoge in Bamberg errichtet wurde, begrenzt die Südostseite eines fast quadratischen Baublocks, der die Westseite des Pfahlplätzchens bildet.

Dieser ehemalige „Judenhof“ mit Synagoge und Judenschule (heute Pfahlplätzchen 3) bildete unter dem Schutz und der Herrschaft des Fürstbischofs Albrecht Graf von Wertheim das Zentrum der Jüdischen Gemeinde bis zu deren Vertreibung um 1422 aus dem Herrschaftsbereich der Bamberger Fürstbischöfe.

Der Kirchenneubau wurde am 2. Juli 1470 durch Weihbischof Johannes Goldener eingeweiht. Als Bauherr und Stifter ist der Domscholast Johann Marschalk von Ebnet der Jüngere belegt.

Im Zuge der Säkularisation 1803 wurden auch in der Marienkapelle die Gottesdienste eingestellt und die Ausstattung der Kirche entfernt.

Im Oktober 1805 ersteigerte der Antiquar Paul Bundle die Kirche und lagerte dort das von ihm bei der Säkularisation erworbene Kirchengut. Seine Witwe verkaufte 1819 die Kirche an die Bamberger Schreinerinnung, die sie als Möbelmagazin nutzte.

Schon ein Jahr später wechselte die Marienkapelle erneut den Besitzer. Dieser ließ im Dachbereich Wohnräume einbauen. Im Zuge dieser Umbauten wurde vermutlich auch das Treppenhaus eingebaut und der ursprünglich vorhandene hexagonale Dachreiter abgebrochen.

1832 kam die Kapelle in das Eigentum der Stadt Bamberg, die sie als Getreideschranne nutzte. Für den Schrannenwärter wurde im Dach in die bereits vorhandenen Räumlichkeiten eine Wohnung eingebaut und dafür der Treppenaufgang auf seine gegenwärtige Größe gebracht.

Ab 1876 wurde die ehemalige Kirche zur Turnhalle umfunktioniert. Für das Jahr 1922 ist eine Außeninstandsetzung des Bauwerks belegt, bei der auch das Quadermauerwerk der Fassade freigelegt wurde.

1946 führte die US-Army den Bau wieder einer sakralen Nutzung zu – als protestantische Kirche für ihre Armeeangehörigen.

1951 verkaufte die Stadt Bamberg die Kapelle an den Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland. Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Bamberg hielt in der zur Christuskirche umbenannten Marienkapelle bis vor wenigen Jahren ihre Gottesdienste ab und nutze die Räume im Dachgeschoß als Gemeindezentrum.

Trotz diverser Um- und Ausbauten während einer langen, wechselvollen Geschichte, ist die als Saalkirche mit eingezogenem Chor erbaute Marienkapelle in ihrer ursprünglichen Bausubstanz und in ihrem Aussehen bis zur Gegenwart erhalten geblieben.

Das Langhaus wird geprägt durch vier rechteckige Kreuzgewölbe mit gerippten Jochen. Die Stuckdekorationen in den Gewölben von Chor und Langhaus stammen von Johann Jacob Vogel. Die Deckengemälde im Langhaus wurden während der Nutzung durch die US-Army übertüncht.

Der ursprünglich hoch aufragende Chor mit durchgehendem Netzgewölbe und Schlusssteinen aus der Entstehungszeit der Kapelle ist gegenwärtig durch eine Holzwand vom Langhaus abgetrennt und durch eine Zwischendecke geteilt.

Das Dach des Chores überragt das Dach des Langhauses und gilt als frühes Beispiel eines Kehlbalkendaches auf liegendem Stuhl. Als Datum der Fällung der hier verwendeten Hölzer wurden die Jahre 1467/68 festgestellt.

Verkaufspreis € 1.400.000,-

Maklerprovision vom Käufer 3,57 % aus der notariellen Kaufsumme,
inklusive 19 % Mehrwertsteuer


   

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Nutzfläche imErdgeschoß ca. 235 m²
Wohnfläche im Dachgeschoß ca. 236 m²
Grundstück ca. 320 m²
Baujahr 1460 - 1467
Bauzustand gut
 
 

   
     

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